Kretische Träume

Meine ganz persönliche Sicht auf Kreta, Menschen und Touristen.

Freitag, Mai 05, 2006

Komme ich zurück?

Nachdem ich eingen Menschen auf die Füße getreten bin mit meinen zum Teil zugegebenermaßen bissigen Bemerkungen, habe ich einen sonnigen Nachmittag im deutschen Mai genutzt, um bei einem Latte Macchiato Orte und Personen ausgiebig zu verfälschen und hoffe, damit dem Schutz der Privatsphäre Genüge getan zu haben.
Dieses Jahr wird Kreta mich nicht sehen; ich darf wegen einer Knieverletzung nicht laufen (zumindest sollte ich es lassen, wenn ich auch weiterhin halbwegs schmerzfrei mein Geld mit Sport verdienen will) und kann mir nicht vorstellen, wie ich mich heimisch fühlen sollte, ohne im Laufschritt all die Orte wiederzuentdecken, die mir wichtig sind.
Vielleicht ist inzwischen auch eine Veränderung fällig. Ich spotte über diejenigen, die jedes Jahr aufs Neue anreisen, die gleichen Wege zurücklegen, und tue doch selbst nichts anderes. Bin auch nicht mehr in der Situation des "Das machen wir jetzt immer so!". Es gibt andere, schöne Ziele, Orte, die ich noch nicht gesehen habe, aber weit oben auf meiner Liste stehen hatte, bevor ich Kreta kennenlernen durfte.
Abschied also. Neue Abenteuer. Mit dem Motorrad durch Spanien, vielleicht doch das Basislager des Mount Everest und die Eisbären in Alaska. Sie sterben aus, heißt es. Ich würde sie gern vorher noch einmal sehen. El Hierro, Mexiko, Thailand vielleicht?
Eine persönliche Bemerkung zum Schluß: Ja, ich bin bissig, sarkastisch, manchmal arrogant! Ja, ich spiele mit menschlichen Fehlern und Unzulänglichkeiten! Ich bin mir dabei all meiner eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten bewußt und lade herzlich dazu ein, auch mit mir zu spielen; ich werde es aushalten.

Allen auf Kreta Lebenden und Urlaubenden wünsche ich schöne, sonnige Tage und allzeit ein volles Glas Raki auf dem Tisch!